Tame & Maffay – 2 (1979)

Interpret: Tame & Maffay
Name: 2
Veröffentlichungsdatum: 1979
Herstellungsland: BRD
Typ: LP
Anzahl Titel: 12
Besonderheiten: Erstauflage

Viele mögen jetzt die Augen verdrehen und mit irgendwelchen Schlager-Vorurteilen längs kommen. Aber nüchtern betrachtet, ist das was Maffay ab Mitte-Ende der Siebziger abgeliefert hat, deutschsprachiger Rock – nur das es den damals nicht geben durfte – Rock hatte nach den Ansichten der damaligen Musikjournalisten englischsprachig zu sein und somit war Maffay ein Schlagerfuzzi weil er nun mal deutsch sang.

Nahzu unendeckt in Deutschland hatte Maffay zwei seiner Alben auch auf Englisch eingesungen die u.a. in Israel und in Grossbritannien veröffentlicht wurden. Kein Riesenerfolg, aber die Platten verkauften sich.

Die Erfahrungen mit den dortigen Konsumenten und sein Interesse für Country Musik sollten bei einem Treffen mit Johnny Tame (brgl. Uwe Reuss) auf fruchtbaren Boden fallen und 1977 mit dem ersten Tame & Maffay-Album Früchte tragen. Die Platte war für so ein extremes Nischenprodukt sehr erfolgreich – die Singleauskopplung „Making it better“ schaffte es sogar bis auf Platz 58 der deutschen Charts, obwohl die meisten Radiosender den Song nicht spielten.

Viele Musikjournalisten ignorierten die LP oder taten sie mit einer Rezension á la „ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“ ab. Als dann zwei Jahre später die die hier vorgestellte zweite LP in den Läden stand, mussten sich Einige anders positionieren und wurden z.T. Fans dieses Projekts.
Würde man mit heutigen Maßstäben arbeiten um die Aussergewöhnlichkeit dieses Projekts nachzuzeichnen, müsste Helene Fischer ein gutes (englischsprachiges) Heavy Metal-Album abliefern, das von Musikredakteuren des Metal Hammer wohlwollende Kritiken bekommt. Unvorstellbar, oder?

Tame & Maffay 2 ist ähnlich wie sein Vorgänger ein gut produziertes Album das als Mix aus Southern und Country Rock definiert werden kann. Meiner Meinung nach wurde aber hier mehr Augenmerk auf die Qualität der Produktion gegeben, was dem Gesamteindruck der Platte zu Gute kommt. Bei den zweistimmigen Gesangparts z.B. hat man mit mehr Spuren als beim Vorgänger aufgenommen wodurch das Ganze deutlich klarer rüber kommt als noch beim Vorgänger.

Wenn auch die Rückseite der LP es vermuten lässt, die Bilder sind keineswegs in den USA aufgenommen worden sondern in Sylt. Das war als kleiner Bub für mich ein Detail an der Platte das mich faszinierte: Es gibt Ecken in Deutschland, wo es aussieht wie in Amerika.

Mein Lieblingssong von dieser LP ist „Victory (Can Give What Love Has Taken)“ da dieser allerdings in den Unweiten des WWW nur als Coverversion und nicht im Original zu finden ist, habe ich meinen zweitliebsten Song („I Ain’t Got A Dime“) von dieser LP als Video eingefügt.

Cover

vorne:

hinten:

Innersleeve vorne:

Innersleeve hinten:

 


Titel

 

Seite Track Künstler/Band Titel
A 1. Johnny Tame & Peter Maffay All We Need
A 2. Johnny Tame & Peter Maffay Stop Feeling Blue
A 3. Johnny Tame & Peter Maffay I Ain’t Got A Dime
A 4. Johnny Tame & Peter Maffay But I Found You
A 5. Johnny Tame & Peter Maffay Don’t Try To Run
A 6. Johnny Tame & Peter Maffay Victory (Can Give What Love Has Taken)
A 7. Johnny Tame & Peter Maffay Groovy Fire
B 8. Johnny Tame & Peter Maffay Alright
B 9. Johnny Tame & Peter Maffay Let Me Have Another Day
B 10. Johnny Tame & Peter Maffay Welcome Brother
B 11. Johnny Tame & Peter Maffay Hard Times
B 12. Johnny Tame & Peter Maffay Left My Home

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