tiefergelegte Taxis & ihre Tücken

Nach einem malerischen Tag mit Matz der auch einen Besuch der heiligen Hallen der Horschtmeisterei 2.0 beeinhaltete, wollte ich nur noch heim… Also Herbert gestartet Navi an und heimwärts…. 500 m vor der Autobahnausfahrt die ich runter musste auf einmal ein dezentes Scharren am Unterboden verbunden mit ner ziemlich amtlichen Lautstärke des 2 Liter Aggregats.
Abfahrt runter und in der Einfahrt der Strassenmeisterei Bestandsaufnahme gemacht… Auspuff am Flansch KAT-MSD ab…. tolle Wurst… ohne vernünftiges Werkzeug nicht beizukommen. Und das 20 min vor der Heimat entfernt *narf*
Also ADAC angerufen wozu bin ich den Plusmitglied? …. letzte Woche Donnerstag die Leadia mit dem Abschlepper an die Schörn gebracht (Plattfuß an der Arbeitstelle) Samstag Hinterrad ausgebaut und am Mo beim Zweiradhändler neuen Schlauch einziehen lassen und das Hinterrad wieder eingebaut und heute der Herbert gut 35 km von der Schörn entfernt havariert… Scheisse zieht Scheisse scheissgerne an
Zum Glück kam der ADAC-Mensch mit nem flachladenden Abschlepper (T5 mit Schubkarrenstyle-Reifen an der HA) auf nen Normalen wäre der Herbert nicht raufgekommen….

die Fahrt verlief unspektakulär… Ich wähnte mich am Ziel nur schnell die Kiste an die Schörn stellen die Leadia (die wegen des schlechten Wetters noch in der Schörn stand) besteigen und heim…. aber das Schicksal dachte sich „Ich ja – Du nicht!“ Der Herbert saß romantisch mit dem Unterboden auf der Ladefläche auf. Wegen des anderen Winkels Schörnauffahrt=>Laderampe rutsche der Benzoide wegen der leichten Seitenschräglage auf die rechte Seite und schwups waren die Vorderräder runter von den Rampen….Soviel Pech gabs das letzte Mal im Mittelalter vor diversen Burgen und Schlösser als Belagerer sie stürmen wollten
Der direkte Nachbar zur Schörn war längst wach und beschwerte sich lautstark über den nächtlichen Lärm, was dem ADAC-Mann natürlich sehr gut gefiel… [ironie] kurz vor Schichtende ein wütender Nachbar und ein lediertes KFZ das auf nur halb aufm Abschlepper hängt ist ja quasi ein Lebenstraum von ihm [/ironie]… mit ein paar deutlichen Worten stellte er klar was hier Sache ist und jedes Wort mehr den ganzen Abladevorgang noch mehr verlängert… mit eingekniffenem Stehpinklervorsatz zog der Grantler von dannen… ne halbe Stunde später und Einsatz der Winde des Abschleppers und einer Schaufel, konnte ich den Herbert langsam die Schörnauffahrt voll rauffahren… „bloß nicht im offenen Aphalt einhaken“ dachte ich mir noch, als ein herber Ruck durch den Herbert ging und die kratzenden Geräusche noch heftiger wurden… als direkt vors Schörntor hingestellt – Motor aus – Rambo….

Scheint so als ob die Aufhängegummis durchgerissen vielleicht auch nur ausgehängt wurden aber um 0010 hatte ich mit Rücken und Knieschmerzen keinen Bock mehr mich damit zu beschäftigen…
dem ADAC-Mann die obligatorische Unterschrift gegeben (der brachte ein 80er Jahre Werbezitat „Bezahlen Sie mit ihrem guten Namen!“), die Protektoren Jacke ausm Herbert geborgen und ab auf die Leadia und im fahlen Licht der Biluxbirne (kein Fernlicht!!) und Lichtkegel ca. 4-5 m vorm Roller im 3/4 Blindflug durch die Nacht die 10 km zu meiner Wohnung getuckert. Kurz nach halb 1 daheim angekommen…..fertig wie ein Schnitzel…
Lessons learned:
– sich immer der Tiefe und der Rampenfähigkeiten des eigenen Autos bewusst sein
– ein „Notanker“ (angemeldetes Auto, Moped oder Fahrrad) am Schrauberdomizil sichert zumindest die Heimfahrt
– die ADAC-Plusmitgliedschaft ist ihre 80 Euro wert… ich will nicht wissen was der Einsatz mich reel gekostet hätte

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