Tour de Vine oder „Wir kaufen mal ein wenig Wein ein“

„Hier im ird’schen Jammerthal,
wär‘ doch nichts als Plack und Qual,
Trüg der Stock nicht Trauben:
Darum bis zum letzten Hauch
setz ich auf Gott Bacchus‘ Bauch
Meinen festen Glauben!“

„Hier im ird’schen Jammerthal“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber

Begonnen hat alles mit der Anfrage vor ca. 3 Wochen seitens Fiero-Girl, ob Sie den Hänger am 14.05. mal haben könnte. Auf die Frage warum, meinte Sie das ihr Vater demnächst heiratet und zusammen mit einem Bekannten („Charly“) in der Nähe von Alzey auf einem Weingut sich mit Wein für die Hochzeit eindecken möchte.

Für mich stellte das kein Problem dar, weil ich den Hänger an dem Samstag nicht brauchen würde und bei Ihr absolut nicht befürchten muß, das sie die Beute aus nem Banküberfall damit abtransportiert und mich damit in Schwierigkeiten bringen würde 😉

Einzig, das sie bei mir einen kurzen Chrashkurs (Fahren, zurücksetzen (auch seitwärts), An- & Abkuppeln, Grundkurs Ladungssicherung) in Sachen Hänger fahren macht, war meine Bedingung. Selbigen hat Sie dann Freitag abends zuvor mit Bravour absolviert und mal wieder bewiesen, das sie in allen Auto-Belangen ein echtes Naturtalent ist.

Am Samstag morgen ist Sie dann mit ihrem Alltagswagen deim Vectra A 1.8 bekannt aus dem Bochum-Thread aufgebrochen, Vattern, seinen Bekannten und ihren Onkel (der spontan auch noch mitkam) einzusammeln und mit romantischen 80-90 km/h nach Alzey zu tuckern.

Man sieht recht gut, das mein Anhänger gar nicht so gross ist wie er immer am „Nagel“ der Wanderdüne scheint…

Nachdem Vattern und Onkel eingesammelt waren…

…wurde bei „Charly“ noch „ein wenig“ Leergut in den Hänger gepackt und gesichert.

Auf der Autobahn Richtung Mainz kam dann dem Fiero-Girl folgendes Schild unter… als Opel-Fan(atic) wie ich es auch bin, musste es natürlich auf die Speicherkarte gebannt werden.

Nach ausgiebiger Verköstigung der feilgebotenen Weine der Besatzung des „In Vino veritas“-Vectras (abgesehen von der Fahrerin, die sich an Anti-Alkolischem „festhalten“ musste) fand sich Fiero-Girl auf dem Hänger wieder um die erbeuteten Weine & Sekte korrekt zu verladen, wo „Charly“ für den Lacher des Tages mit der Aussage „Ein bissel Spaß im Leben muss man ja haben, sonst würde ja keiner mehr auf eine Beerdigung gehen!“ gesorgt hat. Fiero-Girl hat alles gebraucht um nicht vor Lachen rücklings vom Hänger zu fallen…

Nach dem herzhaften Lacher und einem Laderaummanagement incl. Ladungssicherung, das mir als Logistiker die Freudentränen in die Augen treibt, gings dann auf den Rückweg. Mit der „Lächerlichkeit“ von 320 Flaschen feinsten pfälzischen Rebensaftes im Gepäck.

Die Rückfahrt verlief, bis auf einige Motzereien von der Rückbank unspektakulär…. einzig beim Ausladen musste man feststellen, das eine Flasche der 320 mitgebrachten zu Bruch gegangen ist… das sind gerade mal 0,3125 % der Gesamtladung, die auf dem Anhänger (trotz Drehstabfederung) deutlich höheren Stossbelastungen als im Kofferraum eines PKWs ausgesetzt ist…. Ich finds erstaunlich…

Alles in allem hat sich bewiesen, das der Hänger eine gute Investition war/ist, da es doch öfter Situationen gibt wo er gebraucht wird, als ich mir beim Kauf gedacht hatte…. oder um meinen langjährigen Freund, Waffenbruder, Schrauber-Homie und Ex-Mitbewohner Hendrik zu zitieren „Haben ist besser als brauchen!“

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