„Zwei Pedale sind eins zu wenig“ oder „Väterchen Rost mag nicht nur Blech“

Nach dem ich die letzten Feierabende damit zu brachte in der Schörn ein bissel für Ordnung zu sorgen bzw. ein etwas sperriges Regal allein aufzubauen kam ich am gestrigen Abend nach Hause. Kurz die Kupplung getretten um im ersten Gang romantisch auf den Stellplatz vorm Haus zu tuckern… Ein lautes „Klong“ und irgendwie fehlte das Pedal unter meinem linken Fuß…. ergo der Kupplungszug hat sich verabschiedet, hatte das an meinem ersten Auto einmal, aber da war das vorhersehbar weil die Kupplung immer viel „Nachdruck“ brauchte und das am Ende immer schlimmer wurde, nicht so bei der Wanderdüne völlig gleichbleibend bis zum Finale…

Natürlich keinen Kupplungszug zur Hand, also musste ich heute morgen wohl oder übel ohne Kupplung zur 18 km entfernten Arbeitstelle fahren…. einige werden sich denken wie geht das? Das ist recht einfach…. bei stehendem Motor den ersten Gang einlegen und den Anlasser betätigen bis der Motor anläuft ein bischen Gas geben und schon rollt die Fuhre…. um zu schalten braucht man ein bischen Gefühl… mit wohldosiertem Gasfuß den Motor in einen neutralen Lastzustand (weder Schub- noch Zugbetrieb) bringen und sachte den Schalthebel vom ersten in Richtung 2. Gang bewegen, wenn die Ausgangsdrehzahl stimmt flutsch der Hebel wie bei getretener Kupplung durch die Schaltgasse…. das herunterschalten ist da ein bisschen schwieriger… Motor in einen neutralen Lastzustand bringen Schalthebel flink in den Leerlauf legen einen kurzen Stoss Zwischengas geben und den nächstkleineren Gang einlegen…. das funktioniert nur bei gewissen Drehzahlen und braucht einiges an Übung das es nicht im Getriebe kracht, wenn man nicht wie ich eh die ganze Zeit auch bei funktioniernder Kupplung mit Zwischengas beim Herunterschalten herumfährt…..

A C H T U N G :

Generell ist diese Vorgehensweise ein Kraftfahrzeug zu bewegen nur in Notfällen zu empfehlen, um das haverierte Töff noch in die Werkstatt/Schrauberhalle/nach Hause zu bringen… bei längerem Anwenden können Schäden an Getriebe, Differenzial, Antriebswellen und Anlasser entstehen !

Hab dann von der Arbeit aus beim AS2000 in Buchen angerufen und schnell einen neuen Kupplungszug geordert… nicht gerade billig aber dafür wenigstens bis ich Feierabend hab bei denen abzuholen…

Nach der Arbeit gings dann an die Schörn…. erstmal Bestandsaufnahme:

hier sollte eigentlich ein Kupplungszug sein… das fehlende Stück habe ich gestern abend allerdings schon ausm Motorraum gefischt…

eiskalt an der Verpressung am Gewinde abgerostet…. sowas habe ich vorher noch nie gesehen meistens dröselt sich der Zug im Innern der Litze auf bis er dann reisst…. auch der immense Rost lässt drauf schliesen das dies noch der erste Kupplungszug in der Wanderdüne war….

Nun der Neue:

Qualität hat ihren Preis…. für den Gegenwert von diesem Orginal ATE-Teil würde ich beim Onkel eBay 3 No-Name Kupplungszüge bekommen….aber „Watt mut, dat mut!“

Hier nochmal der Rest des verbauten Kupplungszugs:

sieht man jetzt nicht so auf dem unscharfen Bild aber da ist keine einzige blanke Stelle an den Bruchstellen der einzelnen Drähte…. der Zug ist schlicht und einfach abgerostet !

Der Einbau ging spielend leicht von der Hand… habe ich nicht erwartet….

Von einem „alten Hasen“ in Sachen Opel, der bei mir in der Firma arbeitet bekam ich den Tip, das ich die Grundeinstellung des Kupplungszugs im ausgebauten Zustand vornehmen soll, Dann das Kupplungspedal recht hoch fixieren….

dann den Zug am Kupplungshebel am Getriebe einhängen und die Fixierung (ich habe hier eine richtig hübsche rote „Bumbewasserzong“ genommen) entfernen. Kurze Probefahrt…..was soll ich sagen? Ein Traum…. So leicht lies sich die Kupplung in der Wanderdüne noch nie bedienen…. Auch das Getriebe lässt sich besser schalten – lange nicht mehr so hackelig wie vorher (kann aber auch sein, das ich mir es nur einbilde ).

Dann habe ich mal meine neuesten Schnapp vom Onkel eBay montiert:

Eine der legendären Doppelstreben-Domstreben von Wiechers…. die Dinger sind im Vergleich zur Einrohrvariante um einiges verwindungssteifer wurden aber irgendwann zu Gunsten einer kostengünstigeren Produktion von der Einrohrvariante abgelöst. Beim Einbau musste ich leider feststellen das die Domstrebe mehr als satt am Luftifltergehäuse ansteht…. trotzdem mal montieren und probieren…

Haube zu und ab ne Runde drehen…. so irrwitzig das klingt, aber ein immenser Unterschied trotz der „Ballon-Reifen“ ein viel definierteres Einlenkverhalten… deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten ohne Abschmieren über die Vorderräder… Problem die Haube fluchtet Richtung Frontscheibe nicht mehr ordentlich. Also zurück zur Schörn und drüber geschaut…. die Motorhaube steht an der Domstrebe an – es fehlt ca. 1 cm Spiel nach oben…. Also schweren Herzens wieder raus mit dem Teil…. muss also auf B-Corsa/Kadett E Luftfilterkasten umbauen müssen, die dazugehörige Ansaugglocke (die ich bereits habe) hat weniger Durchmesser und ist auch um Einiges niedriger, Also wer nen Lufi-Kasten vom Corsa B 1.2 (45 PS), oder vom Kadett E 1.8 (90 PS) über hat, bitte mit Preisvorstellung bei mir melden…

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