Mieses Wetter heute….der späte Morgen begrüsst mich, wie so oft diesen Sommer, mit irgendwelchen Wasserstoffverbindungen die todesmutig vom Himmel fallen…Nach nem leckeren Frühstück beim Fiero-Girl gings zum OBI ein paar Verbrauchsmaterialien und Rohrschellen kaufen und dann zur Schörn.
Als ich das Tor aufmachte und auf die Uhr schaute, habe ich gedacht mich tritt ein Pferd…
+16°C und 77 % Luftfeuchtigkeit…. ich glaub es hakt… wir sind doch nicht in Irland… da nimmt man im Sommer Urlaub um bei warmen Temperaturen schrauben zu können und nun friere ich genauso wie im Frühjahr… Soll mir noch Einer kommen mit der Erderwärmung…
Nun denn…
„Watt mutt, dat mutt!“
Als Erstes stand ein kleines Mod an unserem Stromerzeuger an.
An dem orginalen Benzinhahn ist der Hebel abgebrochen (war schon beim Kauf so)… da das ein Gussteil ist, geht da nichts mit schweissen etc. und mit dem Schraubenzieher den Hahn auf- und zudrehen ist nicht so prall, da irgendwann das Ding vollends hinüber geht und ist im schlimmsten Fall auch noch undicht wird…
Ich entschied mich, einen robusten Benzinhahn und Spritschlauch zu kaufen und den dann „on the fly“ zu montieren…
das wird die Kollegen aus dem Fusselforum freuen… der Benzinhahn wurde „fusselmännisch“ mit einem Kabelbinder befestigt…. Fazit….das Ganze funktioniert vorzüglich…
Hier ein kurze Review zum Thema Fertan…. das Weiße (mittig unten) ist eine Art Pulver das beim Umwandlungsprozess entsteht…. absolut kein Rost!
dann die Fahrerseite… auch hier alles schwarz und rostfrei.. ich bin imprägniert….förmlich wasserdicht! 😉
die Endspitze präsentierte sich ebenfalls in freundlichem Kohlrabenschwarz… Die Endspitzen habe ich beidseitig dann mit schwarzem Rostschutzlack lackiert, was nicht einfach ist wenn der Untergrund auch schwarz ist… aber dank kleinem Baustrahler der vom Stromaggregat gespeist wurde ging es…
Dann ging es daran meine neuste Neuerwerbung auszuprobieren
Kunstoffprimer (oder Kunststoffhaftvermittler) wird benötigt wenn man Kunststoff lackieren möchte. Da Kunststoffe durch ihre Flexibiltät mehr arbeiten als z.B. Metall, würde ein „normal“ aufgetragener Lack recht schnell reissen und abblättern… und die Stossstangen sollen ja auch lackiert werden, und so das es auch hällt.
Ich bin davon ausgegangen das der Primer ähnlich einem Haftgrund beschaffen ist, aber weit gefehlt. Das Zeug ist von Geruch, Konsistenz und Farbe (farblos) mit Nitroverdünnung zu vergleichen…
Bei der Verarbeitung bin ich vorgegangen wie bei ner normalen Lackierung. Zuerst anschleifen, dann reinigen und entfetten und dann den Primer ganz romantisch mit der Lammfellfolle aufgetragen…. nach dem Ablüften kann man eine Veränderung der Farbe des Kunststoffes erkennen (deutlich dunkler als vorher…kommt nicht so gut rüber auf dem Pic) Scheinbar ist der eigentliche Primer in Nitroverdünnung gelöst…nur gut das ich reflexmässig, die Dose gut geschüttelt hab.
und wenn ich schon mal die Rolle auspacke soll es sich lohnen…also das Heck zerlegt und angeschliffen….
Das Problem am Heck ist, das der letzte Zipfel vom Dach und der Anfang der Heckklappe praktisch nicht zu schleifen sind, da kein Platz ist. wenn der spätere Lack einigermassen dem Orginallack ähnelt kann man das vernachlässigen, da ich aber einen heftigen Farbunterschied habe, war es zwingend notwendig auch dort zu schleifen und zu lacken… was hab ich mir einen Knoten ins Hirn gegrübelt.. dabei ist die Lösung recht einfach…
Heckklappe auf… Lifter entfernen, die beiden Sicherungsstifte die Heckklappe halten rausnehmen und die Hecklappe ins Schloss einrasten lassen. Dann die Haube ein wenig anheben und in diesem Fall die Anhängerkupplungskappe dazwischen gegeklemmt.
dann ein bischen mit dem Exzenter und „handbetriebenem“ Schleifpapier die Heckklappe bearbeitet.
Dann der FMOT (First Moment of Truth) zuerst mal 20 min den Lack gerührt bis der Arm fast abfiel, mit dem Pinsel die Sicken gelackt und dann mit der Rolle rüber und die großen Flächen gerollt…. schaut nicht schlecht aus… ich bin beeindruckt…. für die Nicht-Eingeweihten: Es ist Hammerschlaglack in Gold
Dann habe ich mich über das Heck her gemacht. Bewaffnet mit Pinsel und Rolle. Aber Gülle! Der Kleber der Schriftzüge drückt durch, nach dem schleifen mit dem Exzenter war nichts mehr zu sehen oder zu ertasten davon…scheinbar haben Überreste des Klebers mit dem Lack reagiert… werd mir die Tage überlegen was ich mache… Aufkleber drüber wäre ne Alternative… allerdings kanns sein das man da die Schriftzüge trotzdem sieht… mal schaun vielleicht schleif ichs nochmal runter zumindest die Ebene der Heckklappe bis wo die Schräge kommt und lacke es nochmal…
Dann bekam der vor 2 Tagen „fertanisierte“ Hamsterhaken auch ne Packung Gold ab…. sieht übelst gay aus der „Goldständer“…
Hier sieht man noch ein wenig türkis durchblitzen…liegt aber hauptsächlich am Blitz und der Tatsache das die Heckklappendichtung noch nicht montiert war…
Das Gleiche wortwörtlich „in grün“ auf der anderen Seite
„Beblitzt“ sieht das Ganze recht fleckig aus….in natura ist das um einiges gefälliger….
Aus dem Blickwinkel sieht es schon etwas besser aus…
Und mit goldfarbigen Händen und ner Nase voller türkisem Sekret mach ich jetzt Feierabend…. bis morgen *winke*